Wissenschaftliches Netzwerk Berufsorientierung.

Die Forschung zur Berufsorientierung führt innerhalb verschiedener Disziplinen ein „Schattendasein“ und ist daher in ihrer wissenschaftlichen Wahrnehmbarkeit eingeschränkt. Bei Berufsorientierung handelt es sich um ein wissenschaftliches Themenfeld, welches aus unterschiedlichen Perspektiven und disziplinären Zugängen erforscht wird. Dabei kann sich Berufsorientierung insgesamt nicht auf eine Fachkultur mit einer gemeinsamen Grundlage (Modelle, Konzepte), mit einem übergeordneten gemeinsamen Erkenntnisinteresse sowie daraus entwickelten spezifischen Forschungsperspektiven berufen. Trotz der hohen gesellschaftlichen Relevanz wird dem Thema Berufsorientierung im wissenschaftlichen Diskurs nicht ausreichend Beachtung zuteil. 

Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2013 ein erstes Treffen interessierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Rande der Hochschultage Berufliche Bildung in Essen initiiert und das Wissenschaftliche Netzwerk Berufsorientierung WiN·BO im Sommer 2014 an der Katholischen Hochschule Köln aus der Taufe gehoben. Derzeit sind Kolleginnen und Kollegen aus sieben Bundesländern aktiv. Bisher konnten mehrere gemeinsame Beiträge auf Fachtagungen realisiert, drei Netzwerktreffen durchgeführt und ein Herausgeberband zu Instrumenten der Berufsorientierung erarbeitet werden. 

Ziel des Netzwerkes ist das Anregen der Entwicklung einer gemeinsamen disziplinübergreifenden Fachkultur, die sich neben einschlägigen Publikationen auch über Konferenzen, verstetigte Forschungskooperationen und hochschulübergreifende Forschungsprojekte etabliert. Damit soll zur Stärkung des Themas in der Wissenschaft beigetragen werden. Dies betrifft die Steigerung der Akzeptanz der Berufsorientierungsforschung, die Entwicklung einer Community und damit einhergehend die Forcierung einer systematischen wissenschaftlichen Auseinandersetzung auf der Basis der gebündelten Nutzung vielfältiger Ressourcen. 

Arbeitsschwerpunkte und Forschungsinteressen liegen derzeit sowohl in den Bereichen Diagnostik und Instrumentenentwicklung als auch in der Konzeption pädagogischer Interventionen. Des Weiteren steht die Qualifizierung von Akteurinnen und Akteuren im Übergang Schule – Beruf im Mittelpunkt wissenschaftlicher Arbeit. 



Die Mitglieder des Netzwerkes. 


Nordrhein-Westfalen


Bayern


Berlin


Bremen


Mecklenburg-Vorpommern


Niedersachsen


Thüringen